Pflegestelle für Katzenkinder

Es kommt immer wieder vor, dass wir Babykatzen ohne Mutter auffinden.
Sie sind Zuhause, haben Platz und Zeit?
Dann werden SIE unsere Pflegestelle für Kitten!
Wir suchen Kinderzimmer für Katzenbabys!
Immer wenn der Frühling seine schönsten Blüten treibt, beginnt für die Tierschutzvereine der Ernst des Jahres: Die nächsten Katzenkinder kommen zur Welt und verlangen von nun an viel Aufmerksamkeit der Tierschützer. Nicht überall ist der Nachwuchs von Freigängerkatzen und freilebenden Streunern willkommen.
Oft sind Menschen, wenn sie ihre Tiere nicht kastrieren lassen haben oder irgendwo Katzennachwuchs finden, mit der Situation überfordert, manchmal auch die Katzenmama selbst oder sie ist auf Nahrungssuche verunglückt. So werden leider Jahr für Jahr viele Mini-Stubentiger ausgesetzt und hilflos zurückgelassen. Dass es sich um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz handelt, blenden Menschen, die das tun, gern aus.
Sollten sie selbst einmal Katzenkinder finden, nehmen sie die Knirpse zunächst aber noch nicht mit.
Beobachten sie erst einige Stunden lang, ob die Mutterkatze nicht bloß Futter sucht und danach zurückkehrt. Denn die mütterliche Betreuung ist immer noch die beste und die erfolgreichste Überlebensstrategie für
die Fellknäule. Doch was, wenn keine Mutter in Sicht ist? Wenn gar ein ganzer Wurf in einer Kiste oder einem Karton entsorgt wurde? Vielleicht sogar mitsamt der Mama?
Pflegebedarf fast rund ums Jahr
Das Drama um die Katzenbabys beginnt im Frühjahr, zieht sich über den ganzen Sommer bis weit in den Herbst hinein. Solange zumindest die Mutterkatze dabei ist, mag das noch in Ordnung sein. Doch eine bessere Umgebung für eine solche junge Familie ist immer eine Pflegestelle. Erst recht, wenn die Katzenmama fehlt und die kleinen Racker rund um die Uhr verpflegt und betreut sein wollen. Unter Umständen muss in der ersten Zeit alle zwei bis drei Stunden mit dem Fläschchen gefüttert werden. Aber auch, wenn die Mutter die Kleinen versorgt oder der Tiernachwuchs bereits selbstständig frisst, ist eine Pflegestelle die richtige Kinderstube als die Quarantänestation in einem Tierheim.
Immer wieder auf der Suche
Es kommt im Frühjahr und Herbst vor, dass wir verwaiste, ausgesetzte, noch säugende Katzenbabys auffinden oder diese zu uns gebracht werden. Für die Aufzucht mit der Flasche suchen wir manchmal besondere Pflegestellen. Das ist eine sehr zeitaufwändige Aufgabe - auch nachts. Der Pflegezeitraum kann sich bis zu 12 Wochen hinziehen.
Aufgabe und Abenteuer
Pflegestelle zu sein, ist eine anspruchsvolle und verantwortungsvolle Aufgabe, andererseits aber auch ein wunderschönes Abenteuer, den entzückenden kleinen Wollknäuels auf dem Weg ins Leben zu assistieren. Natürlich hilft es, bereits über Erfahrung mit Katzen zu verfügen. Doch es ist keine Voraussetzung.
Die Pflegestellen werden vom Verein betreut und stehen miteinander in Kontakt, sodass man sich jederzeit Rat bei anderen Katzenfreunden holen kann. Was man mitbringen sollte, ist Zeit und viel Tierliebe. Auch die übrige Familie sollte einverstanden und bereit sein, bei Bedarf zu unterstützen. Bei der Ausstattung hilft das Tierheim.
Erst mal kein Kontakt
Eine wichtige Bedingung, um Pflegestelle zu sein, ist die Möglichkeit, die Tiere in einem separaten Raum unterzubringen, damit die Katzenkinder in den ersten Wochen nicht mit anderen Tieren in Kontakt kommen. Später kann das aber sogar nützlich sein, wenn beispielsweise ein Hund in der Familie lebt und sich die Katzen so an dessen Gesellschaft gewöhnen.
Einfühlsamkeit und gute Nerven
Wer sich als Pflegestelle anbietet, sollte mit Zuneigung, Verständnis und Geduld auf die Kleinen reagieren, die natürlich auch mal ein bisschen Chaos anrichten können. Wichtig ist, dass sie die Menschen von ihrer besten Seite erleben, um Vertrauen zu fassen. So niedlich und herzerwärmend kleine schnurrende Katzenkinder beim Entdecken der Welt sind, es gibt auch andere Situationen. Findelkinder sind nicht immer in einem guten gesundheitlichen Zustand und haben vielleicht auch erst einmal große Angst. Und leider kann es vorkommen, dass es trotz aller Liebe, aller Mühen, aller Fürsorge ein Tier nicht schafft. Darauf muss man gefasst sein.
Den Verein an der Seite
Per Pflegevertrag würden wir gern mit ihnen zusammenarbeiten. Selbstverständlich stehen wir Ihnen mit unserem Wissen und unserer Erfahrung zur Seite.
Idealerweise sollte die Pflegefamilie mobil sein und Tierarztbesuche selbst erledigen können.
Wenn die Kätzchen drei Monate alt sind, hilft der Verein bei der Vermittlung. Dazu kann es erforderlich sein, Interessenten zu empfangen. Wenn die Schützlinge dann ausziehen, ist das kein leichter Moment. Doch auch damit muss man als Pflegestelle umgehen lernen.
Melden Sie sich gern bei uns, wenn das für Sie in Frage oder telefonisch unter 0176 – 116 293 77



